Erfahrungsberichte von Assistenzärzten der Inneren Medizin am Verbundkrankenhaus Bernkastel / Wittlich

Wir bieten unseren Assistenzärzten an, ihre Erfahrungen auf diesem Forum einzustellen, um Interessenten einen Einblick in die erfahrene Ausbildung zu geben.


Erfahrungsberichte von

Dr. Michael Dederer (OA 2009 - 2015)

Malte Büttner (Assistenzarzt 2010 - 2013)

 

Kilian Chia (2010)



Sascha Ströhm (2009)

Angelika Möhler (2009)

Dr. Claudia Schmitt (2009)

Sabine Dinkelbach (2009)

Michael Ngu (2009)

 

 



Erfahrungsbericht von Malte Büttner (2013)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich möchte die Gelegenheit nutzen um über meine Zeit als Assistenzarzt im Verbundkrankenhaus Bernkastel / Wittlich zu berichten. Insgesamt arbeitete ich 3 Jahre als Assistenzarzt am Standort Bernkastel- Kues in der Inneren Abteilung.

Zusammenfassend kann ich nur positives über diese Zeit berichten. Das kollegiale Verhältnis unter uns Assistenzärzten, aber auch zu Oberärzten und Chefarzt war hervorragend. Als Berufsanfänger war es mir wichtig möglichst breit in der Inneren Medizin arbeiten zu können. Dies war von Anfang an gegeben. Sei es der normale Stationsalltag, wie auch in der Funktionsdiagnostik oder Intensivmedizin. Ich kenne nur sehr wenige Häuser in denen man bereits nach kurzer Zeit ein Endoskop in den Händen hält.

Als „Greenhorn“ stand man eigentlich niemals alleine da. Auch die berühmt berüchtigten Chefarztvisiten waren eher ein Highlight in der Ausbildung. Mit Dr. Tönges hat man einen wahren Vollblutinternisten an seiner Seite, dem die Ausbildung junger Kollegen am Herzen liegt. Bis zum heutigen Tag pflege ich viele Freundschaften mit ehemaligen Kollegen und Kolleginnen. Somit kann ich das Haus in Bernkastel-Kues nur empfehlen.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen
Malte Büttner

 

 

Erfahrungsbericht von Dr. med. Michael Dederer (OA 2009 - 2015)

Erfahrungsbericht von  Dr. med. Michael Dederer  von der Zeit als Oberarzt im Cusanus Krankenhaus, Bernkastel-Kues vom 01.04.2009 - 30.09.2015

Mein Name ist Michael Dederer.  In der Zeit vom 01.04.2009 bis 30.09.2015 arbeitete  ich als Oberarzt unter der Leitung von Priv.-Dozent Dr. Thomas Zimmer und Dr. Jürgen Tönges in der Inneren Abteilung des Verbundkrankenhauses Bernkastel / Wittlich am Standort Bernkastel-Kues im CusanusKrankenhaus in der Inneren Abteilung. Ich bin Internist, Gastroenterologe und Diabetologein Rheinland-Pfalz und habe die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin. 

 

Die Schwerpunkte in der Abteilung waren zu dieser Zeit die Nephrologie, Diabetologie mit zertifizierter Fußstation nach der DDG und ADE Rheinland-Pfalz/Saarland, die Onkologie, die Pulmologie und die Gastroenterologie. Meine Schwerpunkte waren die Gastroenterologie  und dieDiabetologie mit der Zuständigkeit auf der diabetischen Fußstation. Zu der Abteilung gehört eine eigens geführte internistische Intensivstation mit 5 Betten. Zusätzlich besteht eine enge Kooperation mit der im gleichen Hause ansässigen nephrologischen und diabetologischen Schwerpunktpraxis mit Dialyseeinheit und diabetischer Fußambulanz unter Leitung  von Dr. Bertil Oser und Dr. E. Müller.  Zusätzlich befindet sich am Haus ein Notarztstandort, der im Rahmen des bestehenden Notarztinstitutes von den Internisten  und Anästhesisten im Hause betrieben wird.

 

Somit besteht eine breite Basis für die Behandlung von Patienten mit internistischen Erkrankungen.  Ein gut durchdachtes System zur Befunderstellung und eine zeitnahe Brieferstellung (Orbis), welches im Hause entwickelt wurde, erlaubt eine zeitnahe Erstellung von Befunden mit digitalisierten Bildern, die direkt nach Vidierung dem System zur Verfügung stehen und von allen Rechnern, einschließlich bei der Laptop-geführten Visite sofort einsehbar sind. Die Codierung von Aufnahme-, Entlassungs- und Nebendiagnosen sowie der meisten Prozeduren erfolgt durch ausgebildete Codierkräfte sowie eine Ärztin, die dafür fest angestellt ist. Somit besteht eine deutliche Entlastung der Abteilung durch die Übernahme dieser Arbeiten. Zeitgleich mit der Erstellung der Befunde werden auch gleich die entsprechenden Prozeduren mit geringem Aufwand in das System eingegeben. Im Intranet hinterlegte Behandlungspfade erleichterten gerade den Berufsanfängern die Arbeit auf der Station.

 

Die diabetische Fußstation zeichnete sich durch ein hohes Niveau in Kooperation mit dem interventionell tätigen Radiologen Dr. Lommel und den Gefäßchirurgen Dr. Lutz in Wittlich aus. 

 Großes Engagement mit einem enormen Erfahrungsschatz zeigten unsere Wundmanager Frau Ulla Decker und  Herr Wolfgang Israel-Werland in der Kooperation mit der am Haus etablierten Schwerpunktpraxis mit Fußambulanz vertreten durch Dres. Dr. Oser und Müller sowie Diabetesberaterin Frau Ruth Kauer. Unsere Wundmanager Frau Ulla Decker und Herr Wolfgang Israel-Werland erstellen  für die stationären  Patienten in Zusammenarbeit mit den Ärzten die Pläne für die Diabetes – Therapie. Unterstrichen wird die Qualität der Arbeit durch die jährliche Veranstaltung eines Wundkongresses für Pflegekräfte und eines postgraduierten Kurses für das diabetische Fußsyndrom für die Pflege und Ärzte. Eine wöchentliche gemeinsame Visite mit allen Beteiligten einschließlich der Fußchirurgen Prof. Wirbel und Dr. Endres sowie die Anbindung an weitere Zentren zur Einholung  einer Zweitmeinung (Prof. Spraul in Rheine) ließen gerade für Problempatienten gemeinsame Behandlungskonzepte finden.

 

Trotz zeitweise hoher Arbeitsdichte habe ich das Verhältnis zu den Kollegen und auch der Pflege als sehr familiär empfunden.  Man half sich untereinander bei der Arbeit und hat auch ein Ohr und Verständnis für Sorgen und Nöte der Mitarbeiter.

 

Was die Arbeit erschwerte war die Situation der beiden Standorte. So musste sämtliches Labor nach Wittlich geschickt werden, so dass die Ergebnisse immer mit einer zeitlichen Verzögerung von mindestens einer Stunde erst zur Verfügung standen. Auch  die für mich wichtige Zusammenarbeit mit den Viszeralchirurgen als Gastroenterologe war deutlich erschwert, da Patienten zur Begutachtung durch den Chirurgen erst nach Wittlich geschickt werden mussten und nicht gemeinsam am Krankenbett besucht werden konnten. Damit war eine schnelle unbürokratische Entscheidung nicht möglich.

 

Als Gastroenterologe habe ich hier die üblichen Untersuchungsverfahren wie ÖGD, Coloskopie mit komplizierten Polypabtragungen, Blutstillung, Verödung von Ösophagusvarizen, Endosonographie und ERCP’s mit Stentimplantation durchgeführt. Leider verfügten wir hier über keinen Plasma-Argon-Beamer und auch Ballondilatationen im Magen-Darm-Trakt sowie Implantationen  von Metallstents wurden hier nicht durchgeführt. Mein Stellenwechsel erfolgte in eine größere gastroenterologische Abteilung, wo diese Techniken, die hier selten oder gar nicht zur Anwendung kamen, häufiger angewendet werden. Dennoch kann ich sagen, dass ich auch gerne hier gearbeitet habe. Noch heute stehe ich in ständiger Verbindung mit den früheren Mitarbeitern und nehme weiterhin regelmäßig am Notarztdienst in Bernkastel und Wittlich teil. 


Dr. med. Michael Dederer

 

 

Erfahrungsbericht von Kilian Chia (2010)

Verbundkrankenhaus Bernkastel / Wittlich
Standort: Cusanus KH in Bernkastel-Kues

Nach meinem Medizinstudium im Jahr 2007, hörte ich von einem ehemaligen Schulfreund über das Krankenhaus Bernkastel / Wittlich. Dieser war hier als Assistenzarzt im Jahre 2006 tätig. Er empfahl mir, meine ärztliche Tätigkeit hier zu beginnen, da die Weiterbildung im Verbundkrankenhaus gut sei.

Als ich dort im Februar 2008 anfing konnte ich dies nur bestätigen. Nach meinem praktischen Jahr hatte ich sehr wenig klinische Erfahrung gesammelt. Meine größte Angst war, direkt an meinem 1. Arbeitstag Verantwortung zu übernehmen, z. B. indem ich eine ganze Station betreuen sollte. Diese Sorge wurde mir genommen, als ich erfuhr, dass eine strukturierte Einarbeitungszeit von 6 Wochen aller neuen Assistenzärzte bewilligt wurde. Dies gefiel mir sehr, meine Erfahrung aus der Studienzeit war, dass neue Assistenzärzte, die kaum klinische Erfahrungen hatten, schon am 1. Tag zuviel Verantwortung übernehmen sollten. Meistens waren sie überfordert und hatten einen schlechten Start in ihr Berufsleben. 

In dieser Einarbeitungszeit habe ich alle Abteilungen und Funktionsbereiche im Hause kennengelernt. Jede Woche rotierte ich in eine andere Abteilung und bekam einen Einblick in die Stationsarbeit durch den zuständigen Stationsarzt/Stationsärztin. So wurde ich langsam und sicher mit den täglichen stationären Abläufen vertraut. Nach 6 Wochen durfte ich zunächst zwei Zimmer betreuen (mit jeweils 3 Patienten) unter Aufsicht eines/einer Oberarzt/Oberärztin. Nach klinischer Erfahrungssammlung bekam ich dann im Verlauf eine ganze Station zur Betreuung. 

Dieser strukturierte Ablauf bestätigte das, was mein ehemaliger Freund mir erzählt hatte, als er sagte, dass die Weiterbildung der Assistenzärzte in diesem Krankenhaus Vorrang hätte. Nach 2-jähriger Tätigkeit als Assistenzart habe ich an Selbstvertrauen gewonnen, was auch zum größten Teil ein Verdienst der/des Oberärzte/ltd. Arztes ist. Die flache Hierarchie, freundliches Arbeitsklima sowie ein offenes Ohr von den Oberärzten/ltd. Arzt führte dazu, dass der Lernprozess reibungslos voranging. Mittlerweile kann ich EKGs, Langzeit-EKGs, Langzeitblutdruckmessungen problemlos auswerten sowie Sonographien, Aszites- und Pleurapunktionen durchführen. Bei schwierigen Fällen steht immer der zuständige Oberarzt bereit zur Hilfe. 

Aus privaten Gründen wechsele ich nun in ein anderes Krankenhaus. Zweifellos war die Entscheidung, meine ärztliche Tätigkeit in diesem Krankenhaus zu beginnen, die Richtige.     


Assistenzarzt Killian Chia

Erfahrungsbericht von Sascha Ströhm (2009)

Ich habe mein Studium im April 2005 abgeschlossen.
Nach dem Praktischen Jahr wurde mir am selben Krankenhaus, es handelt sich um ein größeres Lehrkrankenhaus in Trier, eine Stelle als Assistenzarzt angeboten. Jedoch wurde mir schon während meiner Ausbildungszeit schnell klar, dass mir die dortigen Strukturen, wie sie sich zweifellos auch an Unikliniken wiederfinden, nicht zusagten.
Die Assistenzärzte waren eine Art Sachbearbeiter, die für die Arztbriefschreibung und Visite zuständig waren. Die Patienten kamen komplett fertig aufgenommen aus der zentralen Aufnahme auf die Station, sämtliche diagnostischen Verfahren wurden von Oberärzten und Fachärzten abgedeckt. Sogar für den Ultraschall zur Bestimmung des Volumenstatus gab es eine Anforderung via PC und kurze Zeit später konnte man den fachärztlichen Befund auf dem Bildschirm lesen. Für die begehrten Endoskopien musste ein Assistenzarzt meist mehrere Jahre „anstehen“. Auch an Unikliniken ist es keine Seltenheit, dass eine Menge bescheinigt, aber in der Praxis wenig erlernt wird.

So entschloss ich mich, am Verbundkrankenhaus Bernkastel / Wittlich im Mai 2005 eine Stelle anzunehmen, in der Hoffnung, hier flachere Strukturen vorzufinden und vor allem mehr Praxiserfahrung machen zu können…und ich wurde nicht enttäuscht!

Das Krankenhaus bietet flache Hierarchien, einen sehr kollegialen Umgang, die Oberärzte und der Chefarzt sind immer engagiert, vermitteln Fachwissen und es gibt keine „peinlichen Fragen“. Das erklärte Ziel ist eine gute Qualität abzuliefern und dazu benötigt es einen fundiert ausgebildeten Nachwuchs.    Diese Selbstverständlichkeit bildet aber gerade das große Manko der heutigen Medizin, denn an den meisten Häusern zählen nur Fallzahlen, Effizienz und Tempo. Zeit und Energie für die Ausbildung haben keinen Stellenwert. Kurzsichtig gedacht, aber dennoch traurige Realität. 

Die Politik und Zielsetzung am Verbundkrankenhaus ist aber definitiv eine andere. Hier wird in der Inneren Medizin großer Wert auf die Ausbildung und die Teamarbeit gelegt. Das schafft Zufriedenheit, Engagement von jedem einzelnen und letztlich Qualität sowohl für Mitarbeiter als auch Patienten.  Jeder Patient wird von der Aufnahme bis zur Entlassung von einem Assistenten gemeinsam mit dem zuständigen Oberarzt betreut. EKG-Auswertung und Ultraschall, Punktionen u.a. werden grundsätzlich vom jeweilig zuständigen Assistenzarzt übernommen. Bei Unklarheiten oder Schwierigkeiten ist der zuständige Oberarzt natürlich jederzeit verfügbar. Andere diagnostische Verfahren werden im Rahmen der Facharztausbildung im Rotationsprinzip durchlaufen.

Ich bin jetzt genau drei Jahre am Haus angestellt und habe schon ca. 250 Gastroskopien durchgeführt, unzählige PEG -Sonden gelegt und mache inzwischen Koloskopien. Im November wird sich dann eine fundierte intensivmedizinische Ausbildungsphase am Standort Wittlich für ein Jahr anschließen. Auch das Erlernen von Herzechokardiographie, Duplexsonographie u.v.m. ist Bestandteil der Ausbildung an diesem Haus. Darüber hinaus rotiert man durch die verschiedenen Schwerpunktabteilungen, wie diabetische Fußstation, Psychosomatik u. a., um so fachspezifische Vertiefungen zu erhalten.

Insgesamt erhält man hier also eine wirklich profunde Ausbildung in einem sehr freundlichen und kollegialen Verhältnis, sowohl unter den Assistenzärzten aber auch hinsichtlich der übergeordneten Strukturen (Oberärzte, Chefarzt). Ich habe meinen Schritt, an dieses Haus zu gehen, nie bereut.

Sascha Ströhm

Erfahrungsbericht von Angelika Möhler (2009)

Ich bereue nicht meinen Schritt hier in diesem kleineren Haus meine Weiterbildung zu absolvieren. Ganz bewusst habe ich mich damals entschlossen nicht in einem Haus der Maximalversorgung und nicht weiter in einem sehr kleinen Belegkrankenhaus zu arbeiten. Ich wollte ein breites Spektrum der Inneren Medizin kennenlernen. Das konnte ich auch tun in mehr als 6 Jahren.

Schon sehr rasch nach meinem Start hier wurde ich in die Endoskopie und verschiedene Punktionstechniken eingearbeitet. Auch bei meinen jüngeren Kollegen war dies jeweils der Fall. Ebenso schätze ich unser gutes Arbeitsklima, der kollegiale, hilfsbereite Umgang zwischen uns Assistenzärzten und auch unseren Oberärzten.
Hilfreich sind die Entlastungen durch die Codierfachkräfte, das Pflegepersonal, das die Blutentnahmen durchführt und bei den Messungen zu Spirometrie, LZ-RR und LZ-EKG unterstützt.

Auch bei uns fallen leider Überstunden an, die wir z.Zt. nicht in Freizeit ausgleichen können sondern ausbezahlt werden. Doch die attraktive Umgebung (beliebter Wein- und Ferienort) und Nähe zu Luxemburg, Belgien, Frankreich sowie Autobahnanbindung machen vieles wett.

Angelika Möhler, Assistenzärztin

Erfahrungsbericht von Dr. Claudia Schmitt (2009)

Ich arbeite seit 1999 in der Inneren Abteilung des Verbundkrankenhauses Bernkastel / Wittlich. Mit 1 ½  Jahren Unterbrechung, nach der Geburt meiner Kinder, seit einigen Jahren als Halbtagskraft.

Betonen möchte ich das gute Arbeitsklima innerhalb des Teams, insbesondere da sowohl ein fachlicher als auch privater Austausch mit gegenseitiger Unterstützung und Hilfestellung zum Wohle der Patienten stattfindet.

Das Verhältnis zu den Oberärzten und zum Chefarzt ist kollegial und durch eine flache Hierarchie gekennzeichnet, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten bemühen sich sowohl Chef als auch Oberärzte stetig um die Weiterbildung der Assistenzärzte. Dabei werden berufliche Wünsche und Bedürfnisse der einzelnen Kolleginnen und Kollegen erfasst und wenn möglich umgesetzt.
In meinem Fall bedeutet dies, die Einrichtung einer Halbtagsstelle nach der Geburt meiner Kinder.

Dr. Claudia Schmitt


Erfahrungsbericht von Sabine Dinkelbach (2009)

Ich bin seit 4½  Jahren im Verbundkrankenhaus Bernkastel / Wittlich tätig, davon 3¾ Jahre am Standort Wittlich, seit 9 Monaten jetzt in Bernkastel. 

Im Rahmen meiner Facharztausbildung habe ich nach dem Rotationsprinzip in regelmäßigen Abständen zwischen den Stationen mit unterschiedlichem Schwerpunkt gewechselt – Gastroenterolog. Schwerpunkt, pulmolog. Schwerpunkt, Intensivstation (1 Jahr), diabetische Fußstation, Psychosomatik (als nächstes geplant). 

Ähnlich habe ich im Sinne eines Rotationsprinzips die verschiedenen Funktionen erlernt, indem jeweils für 1 Jahr ein Assistent einer bestimmten Untersuchung zugeteilt wird. So habe ich bisher strukturiert, mit Supervision durch einen Oberarzt, Sonographie, Lungenfunktion, LZ-EKG-, LZ-RR-Befundung und Gastroskopie erlernt. Auch Pleurapunktionen, Aszitespunktionen, ZVK-Anlagen, arterielle Zugänge und elektrische Cardioversionen kann ich mittlerweile selbständig durchführen.

Während meiner bisherigen Weiterbildungszeit konnte ich mir bereits ein breites internistisches Wissen aneignen. Insgesamt kann man an beiden Standorten zusammengenommen das gesamte Spektrum der Inneren Medizin erlernen.
Hinzu kommt ein gutes Arbeitsklima, ein netter kollegialer Umgang miteinander und recht flache Hierarchien, die das Arbeiten hier angenehm machen.

S. Dinkelbach, Assistenzärztin

Erfahrungsbericht von Michael Ngu (2009)

Ich habe 2 ½ Jahren als Assistenzarzt im Verbundkranhaus Bernkastel-Wittlich gearbeitet.

Im Rahmen der Ausbildung werden theoretische und praktische Kenntnisse über das gesamte Spektrum der Innere Medizin durch hoch qualifizierte Oberärzte und den Chefarzt /Kardiologie, Gastroenterologie, Pneumologie, Intensivmedizin, Nephrologie, Hämatologie/Onkologie) vermittelt.
Dadurch habe ich ein sehr breites Wissen im Bereich der Inneren Medizin und viele praktische Kenntnisse in dieser kurzen Zeit erlernt.

Ich habe z.B. über 250 Ultraschall-Untersuchungen, zahlreiche Pleura- und Aszitespunktionen durchgeführt. Außerdem habe ich die Befundung von LZ-EKG, LZ-Blutdruck, Lungenfunktion und Röntgenbildern erlernt.

Nicht zu unterschätzen ist der sehr freundliche Umgang mit allen Mitarbeitern. Außerdem haben wir sehr qualifizierte Pflege-, Codier-, und Bürofachkräfte, die die Arbeit viel einfacher machen. Dadurch kann man sich auf die medizinischen Anforderungen konzentrieren.

Als ich mein PJ im Uniklinikum machte, gab es eine unsinnige Hierarchie unter den Ärzten. Der Chefarzt war wie ein Gott, der für die Assistenzärzte meist nicht erreichbar war. Das Problem haben wir hier nicht. Der Chefarzt und die Oberärzte sind für uns immer erreichbar, was eine positive Auswirkung auf die Ausbildung hat. Außerdem machen die Assistenzärzte in großen Kliniken, wie den Unikliniken, jahrelang oft nur Stationsarbeit (Aufnahme, Entlassungen, Briefe diktieren).

Manchmal, vor allem in den Sommermonaten, wenn viele Mitarbeiter im Urlaub sind, kann die Arbeit sehr viel sein. Ich denke, das ist ein Problem, dem man überall begegnen wird. Ich musste zum 1. Juni 2009 aus persönlichen und familiären Gründen in die USA ziehen, aber die Zeit in Wittlich habe ich sehr genossen (beruflich und privat) und ich vermisse das Krankenhaus und meine Kollegen.

Dr. Michael Ngu