Unsere Frühgeborenen-Station

Sicher und warm im Inkubator

Unsere Klinik wurde durch das Land als Klinik mit Perinatalem Schwerpunkt anerkannt und ausgewiesen. Das bedeutet, dass es uns die enge Zusammenarbeit zwischen Kinder- und Jugendheilkunde, Geburtshilfe und Kinderchirurgie ermöglicht, auch Frühgeburten bereits ab der abgeschlossenen 32. Schwangerschaftswoche sowie einem geschätzten Geburtsgewicht von mehr als 1500 Gramm zu entbinden und zu versorgen.

Dies gibt werdenden Eltern und ihrem Kind Sicherheit und Geborgenheit für den Fall des Falles.

Wenn Ihr Kind in unserer Intensiveinheit für Neu- und Frühgeborene betreut und behandelt wird, so ist diese Situation natürlich nicht einfach für Sie. Zur besseren Orientierung wollen wir Ihnen den Tagesablauf dieser bedeutenden Station unserer Kinder- und Jugendmedizin vorstellen. Gerne geben wir Ihnen die Möglichkeit, die Versorgung Ihres Kindes selbst vorzunehmen, wenn es der Allgemeinzustand Ihres Kindes zulässt. Jederzeit stehen Ihnen die Kinderkrankenschwestern in allen Situationen unterstützend zur Seite. Zögern Sie nicht, um Hilfe oder Information zu bitten. 

 

Da Ihr Neu-/ Frühgeborenes sehr empfindlich gegenüber fremden Einflüssen und Keimen ist, gelten einige Regeln, die einzuhalten sind, damit Ihr Kind gesund nach Hause kommen kann.

 

Hygiene:

Bevor Sie zu Ihrem Kind gehen, möchten wir Sie bitten,

  • Schmuck (Ringe, Armreife, Uhren etc.) abzulegen,

  • Ihre Hände zu waschen und

  • anschließend Ihre Hände zu desinfizieren (Desinfektionsplan am Waschbecken).

 

Besuchsrecht:

Es gelten keine speziellen Besuchszeiten. Eltern dürfen jeder Zeit zu ihrem Kind. Wichtig ist jedoch, dass das Kind nicht in seinem Schlaf gestört wird. Angehörige oder Besucher (maximal 2 Personen) können in Begleitung eines Elternteils zu ihrem Neugeborenen kommen. Geschwister- oder Besucherkinder dürfen die Station nur betreten, wenn sie gegen Röteln, Masern, Mumps und Windpocken geimpft und aktuell infektfrei sind (oder Windpocken hatten, oder mehrfach Windpocken ausgesetzt waren).

 

Mahlzeiten/ Stillen:

Ihr Kind kann verschiedene Mahlzeiten haben und sie können jederzeit dabei sein. Je nach Reife des Kindes können die Mahlzeiten variieren. Sobald wie möglich und von Ihnen gewünscht, kann das Neugeborene "ad libitum" gestillt werden (d.h. so viel wie das Kind möchte).

 

z.B. 8 Mahlzeiten ( alle 3 Std. )

07.30 - 08.00 10.30 - 11.00 13.30 - 14.00

16.30 - 17.00 19.30 - 20.00 22.30 - 23.00

01.30 - 02.00 04.30 - 05.00 Uhr

 

z.B. 6 Mahlzeiten ( alle 4 Std. )

06.30 - 07.00 10.30 - 11.00 14.30 - 15.00

18.30 - 19.00 22.30 - 23.00 02.30 - 03.00

 

Vor jeder Mahlzeit werden die Vitalzeichen (z.B. Puls und Temperatur) von der Schwester notiert. Sollten Sie Ihr Kind schon selbständig versorgen, teilen Sie bitte die Temperatur und die Art der Ausscheidung der Schwester mit. Achten Sie bitte auch auf die Hygiene der Wickelauflage und des Thermometers. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Schwester.

 

Visite / Untersuchungen:

  • Sollten bei Ihrem Kind die Blutwerte kontrolliert werden, findet dies im Allgemeinen zwischen 7.00 und 8.00 Uhr statt. Die Ergebnisse können Sie dann in der Regel bei Visite erfragen.

  • Der zuständige Stationsarzt untersucht täglich Ihr Kind und bespricht mit Ihnen die weitere Behandlung (z.B. Untersuchungen wie Ultraschall etc.).

  • Visite an den Werktagen von Mo. - Fr. zwischen 9.00-11.00 Uhr

  • Chefarztvisite am Di. und Fr. ab 9.30 Uhr

 

Medikamente:

Am Tag der Geburt erhält Ihr Kind Vitamin K für die Blutgerinnung (wird im gelben Untersuchungs-Heft dokumentiert).

  • Ab einem gewissen Gewicht erhält Ihr Kind ab dem 7. Tag eine Vitamin D-Tablette. Bei Fragen diesbezüglich wenden Sie sich bitte an den Stationsarzt oder die Kinderkrankenschwester.

  • Sollte die Gabe weiterer Medikamente notwendig sein, wird Sie der Stationsarzt darüber informieren.

 

Allgemeine Hinweise:

Ihr Kind wird während des gesamten Aufenthalts mit einem Monitor überwacht. Dieses Gerät darf ausschließlich von Ärzten und Schwestern bedient werden. Etwaige Signaltöne können unterschiedliche Ursachen haben und sind für uns eine wichtige Hilfe bei der Betreuung Ihres Kindes. Viele Alarme können Fehlalarme sein, z.B. durch eine gelockerte Elektrode. Darum gilt unser Blick immer erst dem Kind.

Diese Monitore können in der Nähe von Handys in ihrer Funktion gestört werden - Handys sind im gesamten Krankenhausbereich auszuschalten!!!

 

Dienstübergaben der Kinderkrankenschwestern:

Die Dienstübergaben erfolgen jeweils
13.00-13.30 Uhr, 20.00 - 20.30 Uhr und 06.00 - 06.15 Uhr.

Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn wir in dieser Zeit nach Möglichkeit nicht gestört werden, da wichtige Daten und Informationen übergeben werden. Wir werden alles tun, damit Ihr Kind rasch gesund wird und Sie die Zeit bei uns in guter Erinnerung behalten. Wenden Sie sich mit Ihren Fragen und Problemen unverzüglich an uns. Vieles lässt sich rasch klären.

Der Stationsarzt bespricht noch offene Fragen mit Ihnen gerne auch außerhalb der Visite, sowie es die Stationsarbeit zulässt.