Therapie von Krampfadern (Varizen)

Vorbereitung zur konventionellen OP,  einzeichnen der Krampfadern
Vorbereitung zur konventionellen OP, einzeichnen der Krampfadern

Krampfadern (Varizen) sind erweiterte, funktionseingeschränkte, oberflächlich liegende Venen. Sie können zum einen auf der Grundlage einer angeborenen Bindegewebsschwäche, die zu einer Störung der Funktion der Venenklappen führt (primäres Krampfaderleiden), entstehen, wobei Stehberufe, Bewegungsmangel, Schwangerschaft und Übergewicht zusätzlich begünstigende Faktoren dafür sind. Zum anderen können Krampfadern durch eine Abflussbehinderung im tiefen Venensystem, z.B. bei Thrombosen oder Tumoren, hervorgerufen werden (sekundäres Krampfaderleiden). Unterschieden werden Stamm-, Seitenast- und Besenreiserkrampfadern.

 

Die Diagnose wird über eine eingehende körperliche und eine Ultraschalluntersuchung (Duplexsonografie) gestellt. Die Behandlung erfolgt durch die chirurgische Entfernung der Krampfadern, die in der Regel ambulant durchgeführt wird. Neben der traditionellen „Varizen–OP“ auch Stripping genannt bieten wir auch moderne, minimal- invasive Verödungstechniken an. Hier könnten wir sowohl die Laser als auch die ESPD (Endoskopische subfasciale perforans Dissektion) anbieten.
Unser Therapieangebot umfasst seit Kurzem auch die Gefäßverödung per endovasaler Radiowellen (als ambulanter Eingriff). Er wird unter örtlicher Betäubung, der sogenannten Tumeszenz-Lokalanästhesie durchgeführt. Unsere Chirurgen punktieren dabei die Stammvene und platzieren die Sonde unter stetiger Ultraschallkontrolle vor der Einmündung der oberflächlichen Stammvene in die tiefe Beinvene. Durch die von der Sonde ausgehenden Radiowellen wird anschließend die Venenwand erhitzt und schrittweise im Rückzugverfahren verödet. Das Verfahren dauert nur zwischen 20 und 45 Minuten und bringt gegenüber der herkömmlichen Operationsmethode dem Patienten vor allem die Vorteile von weniger Schmerzen, weniger Blutergüssen und einer früheren Erholung oder Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit. Häufig werden diese Behandlungen leider nicht als Kassenleistung akzeptiert und müssen somit vom Patienten selbst bezahlt werden.

 

Über die Vor- und Nachteile aller Methoden werden wir Sie gerne informieren.