Zertifiziertes Gefäßzentrum Wittlich

Ärztliches Team der Gefäßchirurgie

Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) hat zum 1. Februar 2013 die Gefäßmedizin am Verbundkrankenhaus Bernkastel / Wittlich als "Anerkanntes Gefäßzentrum" zertifiziert.


Was macht ein zertifiziertes Gefäßzentrum aus? Die Fachgesellschaft DGG erläutert dazu: "Im Mittelpunkt stehen dabei Qualitätsgesichtspunkte, wie die Vorhaltung einer Gefäßsprechstunde als Anlaufstelle, die Gewährleistung einer Rund-um-die-Uhr-Versorgung durch voll weitergebildete Fachärzte, Expertise durch hohe Fallzahlen, funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit, Teilnahme an Qualitätssichernden Maßnahmen sowie das Vorliegen einer fortgeschrittenen Weiterbildungsermächtigung." Nach zwei Trierer Kliniken und einem Klinikum in Speyer ist mit dem Verbundkrankenhaus Bernkastel / Wittlich nun die vierte Klinik in Rheinland-Pfalz mit dem Qualitätsprädikat "Anerkanntes Gefäßzentrum" ausgezeichnet worden.

Der gefäßchirurgische Chefarzt der Verbundklinik Dr. Hans Joachim Lutz freut sich mit seinem Team über die gelungene Zertifizierung. Im neuen Gefäßzentrum Wittlich vereinigen sich die medizinischen und pflegerischen Kompetenzen vieler Spezialbereiche. Warum dies nötig ist erklärt Dr. Lutz: "Unsere Patienten mit Gefäßproblemen werden immer älter. Oft haben sie komplexe Begleiterkrankungen, die jeweils Diagnostik, Therapie und auch die Heilungschancen beeinflussen. Zu ihnen gehören unter anderem Herzerkrankungen (Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Veränderungen der Herzkranzgefässe), Diabetes mellitus und Nierenerkrankungen. Daher benötigen wir für viele gefäßchirurgische Entscheidungen die Expertise anderer Fachbereiche wie der Inneren Medizin oder Neurologie."
Die Vernetzung der niedergelassenen und klinikinternen Kooperationspartner ermöglicht nun kurze Entscheidungswege und vermeidet für den Patienten unnötige Doppeluntersuchungen. So sind die interdisziplinären Fallbesprechungen im Gefäßzentrum heute Standard und erlauben eine optimierte Diagnostik und das Erstellen maßgeschneiderter Therapiekonzepte. Ein bedeutender Stellenwert kommt auch der Anästhesie und Intensivmedizin zu, die während und nach schwierigen Operationen, beispielsweise im Brustraum und Bauchraum, mit ihrer 24stündigen fachärztlichen und intensivpflegerischen Einsatzbereitschaft, jede Sicherheit bieten.

"Mit den heutigen bildgebenden Methoden und interventionellen Katheter-Eingriffen ist zudem die enge Zusammenarbeit mit Dr. Dirk Lommel von der Radiologie Wittlich aus unserem gefäßchirurgischen Alltag nicht mehr wegzudenken" ergänzt Dr. Lutz. Ein hochqualifiziertes Pflegeteam, das sich durch Weiterbildungen zum Beispiel in der Wundversorgung spezialisiert hat, unterstützt und ergänzt das kompetente Netzwerk zum Wohle der Patienten.

Ihre individuellen Gefäßbeschwerden können Betroffene im Rahmen der Gefäßchirurgischen Sprechstunden im St. Elisabeth Krankenhaus besprechen. Für Terminvereinbarungen ist lediglich eine Überweisung durch den behandelnden Hausarzt notwendig.


Download: Informationsfaltblatt zum Gefäßzentrum Wittlich