Diagnostik / Früherkennung von Darmkrebs

Hochmoderne Endoskopische Funktionseinheit

Von grundlegender Bedeutung ist die frühzeitige und richtige Diagnostik. Da diese Erkrankungen zu Beginn keine Beschwerden verursachen, werden sie leider häufig erst spät erkannt. Experten schätzen, dass mit regelmäßigen Vorsorge-Untersuchungen wie Darmspiegelungen und Stuhltests, Darmkrebs zu 80 bis 90 Prozent verhindert werden könnte. 

 

Ein Stuhltest ist in der Lage, Blutungen aus Darmkrebs oder seinen Vorstufen zu entdecken. Darmkrebs blutet oft leicht. Jedoch ist das Blut im Stuhl mit bloßem Auge meist nicht sichtbar. Ein Okkultbluttest (okkult: lateinisch für verborgen) kann dieses Blut nachweisen. Die Darmspiegelung stellt die wichtigste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs dar. Dabei wird der Darm mit Hilfe eines schlauchartigen Instruments, dem "Endoskop", untersucht.

 

 

Endoskopische Untersuchungsangebote in der Abt. für Innere Medizin:

1. Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie)
Diese Untersuchung ermöglicht die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der obengenannten Organe, u.a. die Reduktion oder Entfernung von Tumorvorstufen und Tumoren in einem frühen Stadium.


2. Spiegelung des End- und Dickdarms (Koloskopie)
Diese Untersuchung ermöglicht die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der obengenannten Organe, u.a. die Reduktion oder Entfernung von Tumorvorstufen (Polypen) und Tumoren in einem frühen Stadium.
 

3. Direkte Spiegelung der Gallenwege und des Pankreasgangsystems (Cholangioskopie/Pankreatikoskopie). Diese Untersuchung kann vom Zwölffingerdarm aus mittels eines Mutterendoskopes (Mother-Baby-Technik) durchgeführt werden.

 

4. Endoskopisch durchgeführte Ultraschalluntersuchung von Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Bauchspeicheldrüse, Gallenwege, Enddarm und Dickdarm und deren Umgebung.

Hier wird ein Ultraschallendoskop mit einem hochauflösenden Schallkopf an der Spitze eingeführt und erlaubt die Untersuchung obiger Organe und deren Umgebung mit einer Auflösung von weniger als 1mm. Die Wandstrukturen der Organe lassen sich damit in ihren einzelnen Schichten darstellen und Tumoren dieser Organe in ihre Eindringtiefe erfassen. Für die Diagnostik von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege außerhalb der Leber ersetzt diese risikoarme Methode die risikoreiche ERCP häufig. Diese Methode erlaubt die Darstellung kleinster Tumoren, die mittels konventioneller Ultraschalluntersuchung, Computertomographie oder Kernspintomographie nicht nachweisbar sind.

 

5. Videokapselendoskopie

Diese Untersuchungsmethode erlaubt die Beobachtung verschiedener Abschnitte des Magen-Darmtraktes, insbesondere des Dünndarmes durch Schlucken einer Videokapsel. Diese hochmoderne Kapsel macht 2 Bilder pro Sekunde und sendet diese an einen vom Patienten mitgeführten Empfänger. Die Bilder werden gespeichert und nach Ablauf der Untersuchung von den Medizinern ausgewertet.
 

 

Untersuchungsangebote der Abt. für Allgemein- und Visceralchirurgie im Bereich Proktologie: 

1.) Rektoskopie - eine proktologische Untersuchung

Hochmoderne Ultraschalldiagnostik zur Abklärung bei Tumorverdacht oder zur exakten Bestimmung von Lage, Art und Größe von Rektum-Tumoren. Diese mm-exakte Vordiagnostik bei Tumoren ist von grundlegender Bedeutung für die zu treffenden Therapieentscheidungen.