Interdisziplinäre Kooperation in Fällen von vermuteter Kindeswohlgefährdung und bei erhärtetem Verdacht

Ende 2010 nahm die interprofessionelle Kinderschutzgruppe Känguruh ihre Tätigkeit im St. Elisabeth Krankenhaus, Wittlich auf. Die Entscheidung, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegt, ist sehr komplex und nur schwer durch eine Einzelperson erkenn- und tragbar. Gerade das Erkennen von frühen Körperzeichen ist besonders schwierig. Daher sind in dieser Gruppe verschiedene Fachbereiche engagiert und bewerten die Befunde aus der medizinischen Diagnostik, die familiäre Situation und die Eindrücke vom Umfeld.
In der Kinderschutzgruppe arbeiten Vertreter folgender Fachdisziplinen:

• Pädiatrie • Kinderradiologie • Fachpflege • Kinderpsychologie • Unfallchirurgie • Gynäkologie • Sozialdienst • Seelsorge

Die Gruppe berät in Fällen von vermuteter Kindeswohlgefährdung und bei erhärtetem Verdacht gemeinsam das jeweils weitere Vorgehen. Die Mitglieder der Schutzgruppe sind täglich rund um die Uhr in einem internen Telefon-Notrufdienst organisiert. Neben den aufnehmenden Ärzten und Pflegekräften der Verbundklinik können auch niedergelassene Haus- und Kinderärzte beim geringsten Verdacht auf eine vorliegende Kindesmisshandlung diesen Weg zur Verdachtsprüfung nutzen und telefonisch den jeweils Diensthabenden der Kinderschutzgruppe informieren.

Neben dem vorrangigen Schutz des Kindeswohls geht es auch darum, Eltern in Kooperation mit Ämtern u. Behörden mögliche Hilfsangebote und Unterstützungen zugänglich zu machen. Damit soll auch dazu beigetragen werden, eine evtl. Überforderung oder Notsituation im familiären Bereich nachhaltig zu entspannen.  Informationsfaltblatt

Ergänzende Aktivitäten / Aufklärungsarbeit der Kinderschutzgruppe:

• 27.10.2018: 2. Kinderschutzgruppentreffen Rheinland Pfalz & Saarland, Workshops, Fallbesprechungen, Networking, Erfahrungsaustausch

•13.09.2017 - Öffentliche Informationsveranstaltung zum Themenschwerpunkt: Alkoholkonsum im Jugendalter - nichts geht mehr?  * Nachbericht zum Infotag

• 12.11.2016 - 1. Kinderschutzgruppentreffen Rheinland Pfalz & Saarland Gemeinsamer Erfahrungsaustausch, Fortbildung, Kontakte knüpfen - etc.

• Februar 2016 - Öffentliche Informationsveranstaltung zum Themenschwerpunkt: Medienabhängigkeit und cybermobbing bei Kindern und Jugendlichen

• Juli 2015 - Unterstützung der SWR-Reportage zum Thema: Legal Highs

Aufklärung über die Gefahr für Jugendliche beim Konsum von Kräutermischungen / Badezusätzen etc - den sogenannten "Legal Highs"

• 05.11.2014, Wittlich - Öffentliche Informationsveranstaltung zum Themenumfeld "Abhängigkeiten bei Jugendlichen - aktuelle Suchtformen"  - Hintergründe und aktuelles Wissen rund um Abhängigkeiten von Drogen / Medien / Legal Highs

Kontakt

Kinderschutzgruppe Känguruh
St. Elisabeth Krankenhaus
Koblenzer Str. 91 · 54516 Wittlich

Leitung:
Dr. med. Peter Locher
OÄ Andrea Jehn

Sekretariat:
Frau Christa Roth-Coniglio
Tel.: 06571 / 15-32 715
Fax: 06571 / 15-32 790
kinderschutzgruppe@verbund-krankenhaus.de