Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
 
Die letzten Wochen haben uns alle in den unterschiedlichsten Bereichen vor enorme Herausforderungen gestellt. Welche Veränderungen die kommenden Monate mit sich bringen, mag aktuell keiner seriös voraussagen. Uns allen ist klar, dass bis zum hoffentlich baldigen Ende der Pandemie, unser Leben und Arbeiten nicht mit den letzten Jahren vergleichbar sein wird. Die ständig wechselnden Situationen verlangen jetzt schon ein sehr hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.  Unsere Klinik hat in seiner Direktoriumssitzung am 21.04.2020 beschlossen, dass der Weg zurück in eine halbwegs normale Arbeitswelt, ein Weg mit kleinen Schritten sein wird. Hier bleibt abzuwarten, ab wann genau der Gesetzgeber uns diese Schritte erlauben wird und v.a., wie diese theoretischen Schritte in praktische Schritte umgesetzt werden können. Bezüglich der geltenden Vorschriften besteht aktuell eine hohe Dynamik.
 
Aktuell gelten:

  1. der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard (Veröffentlichung des BMAS mit Stand 16.04.2020) 
  2. die 4. Corona-Bekämpfungsverordnung, welche am 6.5.2020 außer Kraft tritt: 
    https://corona.rlp.de/fileadmin/rlp-stk/pdf-Dateien/Corona/4._CoronaBekaempfungsverordnung.pdf

 
Das Bundeskabinett beschloss am 29.04.2020 das 2. Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite

Auszüge aus den Regelungen:

  • Das BMG kann die gesetzliche Krankenversicherung per Verordnung verpflichten, Tests auf das Coronavirus grundsätzlich zu bezahlen. Damit werden Tests in einem weiteren Umfang als bisher möglich – zum Beispiel auch dann, wenn jemand keine Symptome zeigt. o Im Umfeld besonders gefährdeter Personen - etwa in Pflegeheimen - soll verstärkt auf CoronaInfektionen getestet werden. 
  • Die Antwort auf die Frage, wer im Einzelnen die Abstriche durchführt, ist noch nicht beantwortet.

Das BMG empfiehlt in einem Schreiben vom 27.4.2020 folgendes Vorgehen:

  • Nutzung eines Teils der Krankenhauskapazitäten auch für elektive Operationen ab Mai 2020
    (Einschränkung: Die Kapazitäten bleiben weiterhin begrenzt aufgrund personeller Ressourcen)

  • Bis auf weiteres Vorhalten von mind. 25% der vorhandenen Intensivbetten für COVID-19 Patienten; Vorhalten von Betten für COVID-19 Patienten auf der Normalstation (räumlich getrennt) nach einem vorgegebenen Verteilungsschlüssel.

  • Je nach Pandemieverlauf Anpassung der Kapazitäten im Krankenhaus

  • Die OP-Kapazitäten für planbare Operationen werden im weiteren Verlauf an die allgemeine Situation angepasst und ggf. weiter erhöht.

  • Die Planung von elektiven Operationen erfolgt von Woche zu Woche

  • Abschließend sollen die Länder verschiedene Stufenkonzepte und Strategien entwickeln zur Festlegung, welche Krankenhäuser COVID-19 Patienten behandeln werden, welche Krankenhäuser planbare Operationen durchführen usw.

Geplantes Vorgehen im Verbundkrankenhaus (Stand 30.04.2020)

Aufgrund der getroffenen Maßnahmen in unserem Haus, sehen wir uns sehr gut aufgestellt, um die Patienten ambulant und stationär zu versorgen.
 

  • Die Ambulanzen / Sprechstunden / MVZ etc. sind für medizinisch dringliche Patienten, wie bisher auch, geöffnet. Gerade in diesen Zeiten, dürfen wir nicht verpassen, die kritisch kranken Patienten aus den Augen zu verlieren. Nehmen Sie bitte bei Bedarf großzügig Kontakt zu den einzelnen Fachabteilungen auf.

  • Nach Möglichkeit bitten wir um telefonische Voranmeldung der überwiesenen / eingewiesenen Patienten.

  • Jeder Patient wird bei Erstkontakt mittels eines Fragebogens bzgl. aktueller Beschwerden eingeschätzt.

  • Vor einer geplanten OP / Intervention wird im Einzelfall entschieden, ob ein Abstrich des Patienten zum Ausschluss einer COVID-19 Infektion erfolgen sollte. Gleiches gilt für schwangere Patientinnen vor geplanter Sectio oder Geburt im Kreissaal. (Zur Info: Der Entwurf von Gesundheitsminister Spahn empfiehlt einen Abstrich vor geplanter Operation).

  • Aktuell werden auch elektive Operationen wieder in begrenztem Umfang angeboten. OP-Termine werden bis auf weiteres ausschließlich über unsere interdisziplinäre OP-Koordination vergeben. Die Entscheidung berücksichtigt die Dringlichkeit der medizinischen Indikation sowie unsere jeweilige Auslastung der OP- und Intensivkapazitäten.
    Es gilt: 
    o Wunschtermine können vom Patienten genannt, jedoch nicht von uns garantiert werden.
    o Die OP-Kapazität ist jeweils abhängig von vielen Faktoren, nicht zuletzt von der Auslastung mit Intensivpatienten.
    o Die Versorgung von Notfällen wird selbstverständlich weiterhin rund um die Uhr angeboten.
  • Termine der Internistischen Funktion wie Herzkatheter und Endoskopie werden wieder über die zentrale Anmeldung der internistischen Funktionsabteilung vergeben.

  • Begleitpersonen sind nur während der Aufnahme in die Klinik und ausschließlich bei Patienten mit Unterstützungsbedarf gestattet.

  • Die Besuchsregelungen sind gelockert: Ab dem 11.05.20 darf jeder Patient täglich wieder 1 Besucher für max. 1 Stunde empfangen. Die Besucher tragen bitte den Mund- / Nasenschutz, beachten die geltenden Hygiene- und Schutzabstandsvorgaben! Sie werden zudem gebeten nicht in die Klinik zu kommen, wenn sie grippeähnliche Symptome bei sich verspüren.

  • Die Wartezimmer wurden umgestaltet, um die Abstandsregeln einzuhalten. Ausreichende Möglichkeiten zur Händehygiene und –desinfektion halten wir vor. 

  • Wir bitten die Patienten um Vorstellung in unserem Haus mit einem Mundschutz. Hier ist eine allgemeine Verordnung ohnehin absehbar, bzw. wird in Teilen des öffentlichen Lebens in RLP ab dem 4.5.2020 gesetzlich vorgeschrieben. Sollten Patienten keinen Mundschutz mitbringen, können wir im Einzelfall gerne aushelfen. Eine medizinische Behandlung eines Patienten wird, wenn vertretbar, nur noch mit angelegten Mundschutz erfolgen. Für Mitarbeiter in unserem Haus besteht bei Patientenkontakt bereits Mundschutzpflicht. Im Krankenhaus bitten wir um Tragen des Mundschutzes außerhalb der Patientenzimmer, z.B. bei Untersuchungen, Krankengymnastik, Röntgen, im Aufzug etc.

Die genannten Maßnahmen stehen auf dem Prüfstand und können jeweils situationsbedingt angepasst werden. Über aktuelle Entwicklungen informieren wir Sie auch weiterhin per mail und auf unserer Homepage.

Wir bedanken uns für Ihre Kooperation,
bitte bleiben Sie gesund! 

Kontakt

Tel.: +49 (0)6571 / 15 – 3 15 21
Fax: +49 (0)6571 / 15 – 3 15 91
E-Mail: hygiene@verbund-krankenhaus.de

Ärztlicher Direktor:
PD Dr. med. A. Hufschmidt

Abteilungsleitung Hygiene:
Dr. medic ( Ro) Frederike Kruppert
Valentin Klas

Hygienebeauftragte Ärzte:
• Dr. Josephine Gloger, Betriebsmedizin
• Andrea Jehn, Kinder- und Jugendmedizin
• Oxana Uhrich, Intensivmedizin
• Christina Placzek, Operativer Bereich
• PD Dr. Jörn Zeller, Neurologie
• Murat Ghanem, Innere Medizin WIL

Hygienefachkräfte:
• Katharina Pütz
• Regina Spartz
• Kevin Hoffmann (seit Jan. 19 in Fachweiterbildung Krankenhaushygiene)

Zudem sind weitere ca. 30 Hygienebeauftragte in der Pflege tätig.

Beratender Krankenhaus-Hygieniker BZH Freiburg:
Dr. med. Dipl.-Biol. E. Kühnen

Die Webseite verwendet Cookies

Einige von ihnen sind notwendig, während andere helfen, unsere Webseite zu verbessern. Bitte akzeptieren Sie alle Cookies. Für weitere Informationen über die Nutzung von Cookies klicken Sie bitte auf Details.

Weitere Informationen zum Datenschutz.