ABSAGE: Fachqualifikation: Zum Pflegeexperten für Menschen mit Demenz

Die Veranstaltung ist bereits beendet.

30.03.2020 09:00 Uhr – 31.03.2020 16:00 Uhr

In Deutschland leben derzeit etwa 1,6 Millionen Menschen mit einer Demenz, 2050 werden es voraussichtlich doppelt so viele sein. Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, brauchen eine ganz individuelle und kompetente Pflege und Betreuung. Die meisten Demenzkranken werden noch zu Hause betreut, aber immer mehr Erkrankte benötigen einen Platz in einer Einrichtung.

Im Krankenhaus gehört schon heute bereits jeder zweite Patient zur Altersklasse 65 plus, der Anteil demenzkranker Patienten wird auf 20 Prozent geschätzt, Tendenz steigend. Prinzipiell

Demenziell Erkrankte stellen eine Gruppe dar, deren Bedürfnisse und Möglichkeiten quer zur allgemeinen Handlungsorientierung im Krankenhaus liegen.

Sie sind weniger als andere Patienten in der Lage, sich auf die Anforderungen und den Rhythmus des Krankenhausalltags oder die Erwartungen von Ärzten und Pflegekräften einzustellen.

Ihre Versorgung setzt vielmehr Flexibilität in der Gestaltung von Arbeitsroutinen voraus, für die im Gefolge zunehmender Bemühungen zur Effektivitätssteigerung zukünftig immer weniger Spielraum gegeben sein könnte.

Für das Klinikpersonal sind Demenzpatienten problematisch, vor allem die schweren Fälle. Die Kranken wissen nicht mehr, was eine Alarmklingel ist und können sich nicht mitteilen. Sie vergessen zu trinken. Ihnen ein Glas Wasser auf den Nachttisch zu stellen, reicht nicht – sie sehen die Flüssigkeit nicht. Gerade nachts, wenn die Stationen noch dünner besetzt sind als sonst, werden demenzkranke Patienten aktiv und irren durchs Haus.

Die fremde Umgebung macht ihnen Angst, manche werden aggressiv, wehren sich gegen die Behandlung. Geduld ist gefragt. „Mahlzeiten anreichen zum Beispiel dauert fünfmal länger als bei anderen Patienten/Bewohnern“.

Die Situation in der Altenpflege oder im ambulanten Pflegebereich ist ähnlich.

Der Umgang mit demenzkranken Menschen erfordert ein hohes Maß an Empfindsamkeit und Respekt dem Erkrankten und seiner Biographie gegenüber sowie Fachwissen um die Erkrankung. Diese Mischung ermöglicht ein demenzsensibles Verhalten und entsprechende Angebote in Einrichtungen.

 Programm dieser 8-tägigen Fachqualifikation umfasst folgende Themenbereiche:

·      Pathophysiologie der Demenzerkrankungen – Diagnostik, Symptome, Therapie, Prophylaxe.

·      Antidementia, Neuroleptika in der Therapie

·      Polypharmarzie im Alter

·      Unser Menschenbild, Stellenwert der Biografiearbeit

·      Unsere Kulturelle Konditionierung

·      Das Eisbergmodell nach Siegmund Freud

·      Das Stufenmodell von Erik Erikson, Validation® von Naomi Feil

·      Das Psychobiografische Pflegemodell nach Erwin Böhm

·      Deeskalationstraining bei herausforderndem Verhalten von Menschen mit Demenz, Aspekte der  

       Körpersprache

·      Prävention von herausforderndem Verhalten

·      Grundlagen der Kommunikation von Menschen mit Demenz und die Anwendung von Pflegekonzepten 

       wie: Kinaesthetics®, Basale Stimulation®, Aromapflege, Validation®

·      Grundlagen der Schmerztherapie - Schmerzmanagement & Palliativversorgung bei Menschen mit 

       Demenz / Lebensende

·      Nichtmedikamentöse Therapien

·      Dsyphagiemanagement – Erkennen von Schluckproblemen, Prophylaxe und Anwendung von 

       Hilfestellungen bei Dsyphagie. Ernährungstipps

·      Kinaesthetics® in der Pflege von Menschen mit Demenz

·      Juristische und ethische Aspekte der Betreuung von Menschen mit Demenz.

·      Sinnstiftende Beschäftigung sowie und Alltagsgestaltung und Aktivierung, Lebensqualitätssteigernde

       Maßnahmen

·      Schriftliche Abschlussprüfung 

 

Die Fachqualifikation ist in 4 Module gegliedert:

Modul 1: 30. und 31. März 2020

Modul 2: 24.und 25. Juni 2020

Modul 3: 09 und 10. September 2020

Modul 4: 02. und 03. Dezember 2020


Ort: Schulungsräume im A-Bau; Räume 4/7/8
Organisator: Weiterbildungsstätte für Pflege am Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich
Teilnahmegebühr: 800,00 €

Kontakt

Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich

St. Elisabeth Krankenhaus
Koblenzer Str. 91 • 54516 Wittlich
Telefon: 06571/ 15-0
Telefax: 06571/ 15-39 990
Pforte / Info besetzt: 24 h 

Geburtshilfe Kreißsaal: 06571 / 15-32 501
Zentrale Notaufnahme:
ambulant Tel.:06571 / 15-32 000
stationär Tel.: 06571 / 15-32 001

Anmeldung Aufnahme für
geplante Eingriffe:
Tel.: 06571 / 15-32 003

BG-Sprechstunde:
Tel.: 06571 / 15-32 301

Cusanus Krankenhaus
Karl-Binz-Weg 12 • 54470 Bernkastel-Kues
Telefon: 06531/58-0
Telefax: 06531/ 58-1 99 90
Pforte / Info besetzt: 5.30 - 21.30 Uhr

Die Webseite verwendet Cookies

Einige von ihnen sind notwendig, während andere helfen, unsere Webseite zu verbessern. Bitte akzeptieren Sie alle Cookies. Für weitere Informationen über die Nutzung von Cookies klicken Sie bitte auf Details.

Weitere Informationen zum Datenschutz.