Im Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich kommt im Endoprothetikzentrum (EPZ) mit dem Mako 4.0 die neueste Generation eines roboterarmgestützten Operations-Assistenzsystems zum Einsatz. Die Technik unterstützt das Operationsteam bei Eingriffen an Hüfte und Knie und trägt zu einer präzisen Planung und Durchführung der Operationen bei.

Zu den wichtigsten Neuerungen gehören eine Kamera mit erweitertem Sichtfeld, die Instrumente und Markierungen im Operationsfeld zuverlässiger erkennt, sowie größere Monitore, auf denen alle relevanten Informationen während des Eingriffs übersichtlich dargestellt werden. Ergänzt wird das System durch ein Handstück, das speziell für Operationen an Hüfte und Knie entwickelt wurde.
Auch die Vorbereitung der Eingriffe wird durch die Technik unterstützt. Mithilfe der Software „Total Hip 4.0“ kann eine patientenspezifische Planung erfolgen. Dabei wird unter anderem berücksichtigt, wie sich die Stellung des Beckens in unterschiedlichen Körperhaltungen – etwa beim Sitzen, Stehen oder Liegen – verändert. So lassen sich mögliche Konflikte zwischen Knochen und Implantat bereits im Vorfeld erkennen.
Bei Operationen am Knie – sowohl beim vollständigen als auch beim teilweisen Gelenkersatz – unterstützt zudem eine haptische Sicherheitsfunktion (AccuStop) die Operateure beim Arbeiten innerhalb definierter Grenzen. Dadurch kann gesundes Knochengewebe geschont und die Belastung der umliegenden Strukturen reduziert werden.

Bereits zuvor hatte das Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich als erstes Endoprothetikzentrum (EPZ) in der Region einen Mako-Roboter eingeführt, der seitdem im Operationsalltag eingesetzt wird. Die neue Generation Mako 4.0, die aktuellste Version auf dem Markt, entwickelt diese Technologie nun weiter und ergänzt sie um zusätzliche Funktionen.
„Es dient unseren Operateuren als präzises Assistenzsystem bei Hüft- und Knieoperationen. Mit diesem Assistenzsystem, welches wir vor einem knappen Jahr eingeführt haben, können wir allen Patienten sowohl im Bereich der Hüft- als auch Knieendoprothetik modernste OP-Methoden durch speziell ausgebildete Operateure anbieten. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir diese OP-Methode allen Patienten anbieten können. Wir konnten unsere OP-Zahlen nahezu verdoppeln und haben die Wartezeit bis zur Operation durch Ausweitung der OP-Kapazitäten trotzdem konstant gehalten“, erklärt Gunnar Kessler, Ärztlicher Direktor des Verbundkrankenhauses Bernkastel/Wittlich.

Im Jahr 2025 wurden mehr als die Hälfte aller primären Knieendoprothesen roboterassistiert eingesetzt. Auch im Bereich der Revisionsoperationen kommt die Robotik zunehmend zur Anwendung. Insgesamt wurden 2025 knapp 600 Endoprothesen an Knie und Hüfte im Verbund-Krankenhaus eingesetzt, die Anzahl der MAKO assistierten primären Endoprothesen am Knie hat die Gesamtzahl der primären Knie-TEP´s aus dem Jahr 2024 bereits übertroffen.
Die Technik hat sich somit zu einem festen Bestandteil im Operationsalltag entwickelt.