Bei dem Neujahrsempfang 2026 des Verbundkrankenhauses standen zwei Themen im Mittelpunkt: Der Rück- und Ausblick auf die Entwicklung des Hauses sowie die offizielle Einführung von Dr. med. Daniel Blaß als Chefarzt der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin. Dr. Blaß hat die Verantwortung bereits zum 1. Oktober 2025 übernommen und wurde nun in feierlichem Rahmen begrüßt.
Der Empfang brachte zahlreiche Gäste aus Medizin, Rettungswesen und regionaler Versorgung zusammen. Besonders eindrucksvoll zeigte sich die fachliche Verbundenheit durch viele Wegbegleiter aus dem Brüderkrankenhaus Trier. Stellvertretend wurde Prof. Dr. med. Tim Piepho begrüßt, langjähriger Mentor von Dr. Blaß und Laudator des Nachmittags. Die starke Präsenz aus Trier macht zugleich deutlich, wie tragfähig die seit Jahrzehnten bestehende, vertrauensvolle Kooperation zwischen dem Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich und dem Brüderkrankenhaus Trier ist – geprägt von engem fachlichem Austausch, abgestimmten Versorgungswegen und partnerschaftlicher Zusammenarbeit im Sinne der Patienten. Auch Partner aus Rettungsdienst und Notfallversorgung nahmen an der Veranstaltung teil und unterstrichen die Bedeutung verlässlicher Kooperationen entlang der Rettungskette.
Der Rückblick zeigte ein Jahr, das von hohen Anforderungen und gleichzeitigen Fortschritten geprägt war. Die Krankenhauslandschaft befindet sich weiterhin in einem dynamischen Wandel, der sich auch regional deutlich auswirkt. Umso wichtiger ist es für uns - als Schwerpunktversorger mit 540 Betten an zwei Standorten - Stabilität zu bieten und die medizinische Versorgung konsequent weiterzuentwickeln.
Im Bereich der Orthopädie und Endoprothetik setzte das Haus 2025 einen Schwerpunkt auf Innovation und Qualität. Mit dem MAKO-Roboter wurden über 110 Knie-Endoprothesen robotisch-assistiert implantiert; in der zweiten Jahreshälfte wurde das Leistungsspektrum um Hüftendoprothesen und Schlittenoperationen erweitert. Ergänzend dazu steht die Zertifizierung als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung inklusive Schultermodul. Weitere Qualitätsnachweise sind die zertifizierte Stroke Unit, das zertifizierte Brustkrebszentrum sowie die zertifizierte stationäre Fußbehandlung.
Ein besonderer Fokus lag zudem 2025 auf der Schlaganfallversorgung. Durch Eigenmittel und breite Unterstützung aus Spenden konnte die Stroke Unit in kurzer Zeit erweitert und eröffnet werden. Heute stehen dort 11 Überwachungsbetten für Schlaganfallpatienten zur Verfügung; parallel wurden die Intensiv- und IMC-Kapazitäten auf insgesamt 24 Betten ausgebaut. Der Ausbau stellt einen konkreten Versorgungsgewinn für die Region dar und stärkt die Behandlungssicherheit in einem hochsensiblen Bereich.
Die große Bedeutung der Akutversorgung zeigte sich auch in der Zentralen Notaufnahme. Im Jahr 2025 wurden dort über 30.000 Notfallkontakte versorgt, zuzüglich der Fälle aus Kinderheilkunde und Geburtshilfe. Das entspricht im Durchschnitt rund 80 Notfallpatienten pro Tag, an 365 Tagen im Jahr. Regelmäßige interdisziplinäre Schockraumtrainings trugen zusätzlich dazu bei, Abläufe, Teamarbeit und Patientensicherheit in kritischen Situationen weiter zu stärken.
Der Ausblick auf 2026 knüpft an diese Entwicklung an. Das Verbundkrankenhaus ist mit der Erweiterung seine chirurgischen Schwerpunkte in das Jahr 2026 gestartet: Prof. Dr. Bettag ist seit Januar als Sektionsleiter Wirbelsäulenchirurgie im Verbundkrankenhaus tätig und verstärkt das Team. Auch im ambulanten Bereich hat sich durch die Eröffnung des allgemeinmedizinischen MVZ in Morbach zu Beginn des Jahres schon etwas getan.
Mit der offiziellen Einführung von Herrn Dr. Blaß verbinden wir den Anspruch, zentrale Knotenpunkte der Versorgung – Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin sowie Schmerz- und Palliativmedizin – weiter zu stabilisieren und zugleich zukunftsfest auszubauen. Der Neujahrsempfang machte deutlich: Medizinische Qualität, engagierte Teams und starke Kooperationen – wie die langjährige Partnerschaft mit dem Brüderkrankenhaus Trier – bleiben die Grundlage, um Patienten auch in einem herausfordernden Umfeld verlässlich zu versorgen.

