Entspannungsgruppen

Unsere Entspannungsgruppen basieren auf der Progressiven Muskelrelaxation (PMR). Durch das regelmäßige Anspannen und Entspannen unterschiedlicher Muskelgruppen kann  man lernen, sich zu entspannen und eine größere Distanz zu den Dingen zu bekommen, die einen belasten. Man spürt, welche Muskelgruppen besonders angespannt sind und wie wohltuend es ist, wenn sich die Anspannung löst. Auch die Beruhigung der eigenen Atmung kann eine wohltuende Wirkung haben.

Die Entspannungsgruppen finden teilweise im Liegen, teilweise im Sitzen statt und stehen Patienten aller Stationen offen, sofern eine entsprechende Indikation vorliegt.

Angstgruppe

Menschen, die unter einer Angst-  oder gar Panikstörung leiden, können in unserer Angstgruppe lernen, wie Ängste entstehen, was sie begünstigt, wodurch sie aufrecht erhalten werden oder gar zunehmen und wie man sie lindern, vielleicht sogar überwinden kann. Sowohl medikamentöse als auch psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten werden vorgestellt einschließlich ihrer Erfolgsaussichten und Nebenwirkungen. Erste Übungen sollen dazu animieren, den Kampf gegen die Ängste aufzunehmen.

Die Angstgruppe findet einmal wöchentlich statt. Ein Behandlungsturnus erstreckt sich über sechs Wochen. Wer zwischenzeitlich entlassen wird, kann unter Umständen ambulant weiter teilnehmen.

Achtsamkeitstraining

Wer sich selbst besser verstehen will oder sich gar verändern möchte, muss zunächst einmal in der Lage sein, die eigenen Gefühle, Gedanken und Empfindungen ebenso wie die Umgebungsbedingungen bewusst wahrzunehmen, ohne sie umgehend zu bewerten.

Im Achtsamkeitstraining lernen Sie sowohl, nicht wertend in sich selbst hinein zu horchen bzw. zu fühlen, als auch ihre Umgebung bewusst und nicht wertend wahrzunehmen. Sie lernen Gedanken, Gefühle und Empfindungen bewusster zu registrieren um sie dann aber auch wieder ziehen lassen. Achtsamkeitsübungen haben auch diese Weise auch einen meditativen und entspannenden Charakter.

Spannungsbewältigung

Einige psychische Störungen sind mit einem deutlich erhöhten inneren Anspannungsniveau verbunden. Hierzu zählen unter anderem die posttraumatische Belastungsstörung und die Borderline-Persönlichkeitsstörung. Patienten, die unter diesen Störungen leiden, haben oftmals Schwierigkeiten, die bei ihnen rasch erhöhte innere Anspannung abzubauen und erneuten Anspannungssituationen vorzubeugen.
Im Spannungsbewältigungstraining wollen wir Fertigkeiten (Skills) vermitteln, mit deren Hilfe eine erhöhte innere Anspannung reduziert werden kann, ohne auf sogenannte dysfunktionale Bewältigungsstrategien (z.B. Selbstverletzung, Suchtmittelkonsum oder selbst induziertes Erbrechen) zurück zu greifen. Dazu gehört natürlich auch die eigene Anspannung rechtzeitig zu spüren, damit man erfolgreich Gegenmaßnahmen ergreifen kann.

Soziales Kompetenztraining

Viele psychische Erkrankungen werden dadurch mit bedingt, dass es Betroffenen schwer fällt, sich sozial kompetent um ihre eigenen Belange und Bedürfnisse zu kümmern, Ansinnen anderer auch einmal abzulehnen und erfolgreich mit anderen in Kontakt zu treten.

Im Sozialen Kompetenztraining können sie sozial kompetentes Verhalten erlernen und einüben. Zunächst werden die Grundlagen sozial kompetenten Verhaltens theoretisch erarbeitet. Danach können diese Erkenntnisse im Rollenspiel ausprobiert und geübt werden.

Gruppentherapie-Programm Sucht

Für alle Patienten mit Suchterkrankungen bieten wir ein spezielles Gruppentherapieprogramm von zweiwöchiger Dauer an. Dieses besteht aus verschiedenen Modulen. Jeweils einmal täglich zwischen 11 und 12 Uhr findet eines dieser Module statt. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Intoxikations- und Entzugserscheinungen müssen hierzu allerdings überwunden sein.

Im Modul Informationsgruppe Sucht und im Modul Medizinische Aspekte Sucht erhalten Sie Informationen über auslösende und aufrecht erhaltende Bedingungen einer Suchterkrankung, über Entzugs- und Intoxikationserscheinungen, mögliche Folgen eines Suchtmittelkonsums und über weitere Therapiemöglichkeiten.

Im Modul Motivationsgruppe Sucht möchten wir dazu motivieren, nach der Entgiftungsbehandlung in unserer Abteilung weitere Schritte auf dem Weg zu einer suchtmittelfreien Lebensführung zu gehen. Wir überlegen, wo Hemmnisse liegen könnten und wie man sie überwinden kann. Bei der Entscheidung hierzu  kann auch der Austausch mit anderen Betroffenen hilfreich sein. Dieses Modul findet zweimal wöchentlich statt.

Im Modul Bewegungstherapie Sucht kann man eine alternative Möglichkeit kennen lernen, Stress und Anspannung zu bewältigen, ohne dabei auf Suchtmittel zurück zu greifen.

Gruppentherapie-Programm Struktur

Für alle Patienten mit psychotischen Störungen bieten wir ein spezielles Gruppentherapieprogramm von vierwöchiger Dauer an. Dieses besteht aus verschiedenen Modulen. Jeweils einmal täglich zwischen 11 und 12 Uhr findet eines dieser Module statt. Ein Einstieg ist jeweils zum Wochenbeginn möglich.

Im Modul Psychoedukation werden ausführliche Informationen über die Ursachen und Auslöser psychotischer Störungen, typische Symptome und die gängigen Behandlungsmöglichkeiten vermittelt. Außerdem erarbeiten wir verschiedene Ansatzpunkte, anhand derer man selbst positiven Einfluss auf den Genesungsprozess nehmen und Rückfälle vermeiden kann. Hierbei ist auch der Austausch mit anderen Betroffenen hilfreich. Dieses Modul findet zweimal wöchentlich statt.

Im Modul kognitives Training üben wir mit Ihnen, Störungen der Konzentration, Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit, die bei Psychosen häufig vorkommen, zu verbessern. Darüber hinaus kann das gemeinsame Bearbeiten der verschiedenen Aufgaben mit anderen zusammen Freude machen und das Vertrauen in eigene Fähigkeiten stärken.

Das Modul Musiktherapie kann hilfreich sein, in den Wirrungen des psychotischen Erlebens wieder Ordnung und Struktur zu finden. Psychotische Ängste können in der Musik zum Ausdruck gebracht und durch das Finden eines haltgebenden Rhythmus abgemildert werden.

Gruppentherapie-Programm Depression

Für alle Patienten mit depressiven Störungen bieten wir ein spezielles Gruppentherapieprogramm von vierwöchiger Dauer an. Dieses besteht aus verschiedenen Modulen. Jeweils einmal täglich zwischen 11 und 12 Uhr findet eines dieser Module statt. Ein Einstieg ist üblicherweise zum Wochenbeginn möglich.

Im Modul Psychoedukation Depression erhalten sie ausführliche Informationen über die Ursachen und Auslöser depressiver Störungen, typische Symptome und die gängigen Behandlungsmöglichkeiten. Außerdem erarbeiten wir verschiedene Ansatzpunkte, anhand derer man selbst positiven Einfluss auf den Genesungsprozess nehmen kann. Hierbei ist auch der Austausch mit anderen Betroffenen hilfreich. Dieses Modul findet zweimal wöchentlich statt.

Mit dem Modul Walkinggruppe Depression möchten wir dazu animieren, sich wieder mehr körperlich zu betätigen, denn regelmäßige Bewegung ist einer der effektivsten und nebenwirkungsärmsten Ansatzpunkte in der Behandlung und Prävention depressiver Störungen.

Mit dem Modul Kunsttherapie Depression wollen wir eine Gelegenheit bieten, dem depressiven Empfinden Ausdruck zu verleihen, aber auch neue Hoffnung auf Genesung zu schöpfen. Die aktive Betätigung kann auch für einen Moment lang Ablenkung verschaffen von negativen Gedanken und Gefühlen. Der Kontakt und die Beziehung zu anderen Betroffenen werden im gemeinsamen Tun gefördert, was ebenfalls oft Entlastung bewirkt.

Das Modul Musiktherapie Depression kann ebenfalls hilfreich sein, dem eigenen Empfinden nonverbal Ausdruck zu verleihen, aus sich heraus zu gehen, gesunde Anteile in sich wahrzunehmen und das Lähmende der Depression zu überwinden.

Einzel-Psychotherapie

Eine psychotherapeutische Behandlung ist nicht bei allen, aber bei sehr vielen psychischen Störungen sinnvoll. Manchmal ist sie als Begleitbehandlung bei einer medikamentösen Behandlung angebracht, in anderen Fällen steht die Psychotherapie ganz im Vordergrund.

Wir bieten unterschiedliche psychotherapeutische Behandlungsverfahren an (in der Hauptsache tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische Verfahren).

Ein Grundsatz psychotherapeutischer Behandlung ist, dass man dadurch in die Lage versetzt werden soll, sich selbst zu helfen. Hierzu soll man zunächst erlernen, Beweggründe des Handelns (sowohl des eigenen wie auch des Handelns anderer Menschen) besser zu erspüren und zu verstehen. Im weiteren Verlauf sollte man auch bereit sein, zwischen den Therapiestunden an sich selbst zu arbeiten. Dies erfordert, dass man Erlerntes ausprobiert bzw. einübt. In manchen Therapieeinheiten bekommt man deshalb ganz gezielt Übungen mit auf den Weg.

Wir legen Wert darauf, dass unser Therapieansatz verstanden und nachvollzogen werden kann. Nur dann kann man ihn als Patient für seine Selbsthilfe verinnerlichen. Sollte in unserer Vorgehensweise etwas unklar sein, ermutigen wir unsere Patienten, entsprechend nachzufragen. 

Die inhaltlichen Ziele jeder Behandlung werden gemeinsam mit den Patienten erarbeitet, da eine Psychotherapie nur dann erfolgreich sein kann, wenn Therapeut und Patient an denselben Zielen arbeiten.

Therapeutisches Konzept der Psychotherapiestation in der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Verbundkrankenhaus Bernkastel / Wittlich

Kontakt

Kontakt

Chefarzt:
Dr. med. Michael Lammertink
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Suchtmedizin

Abt. für Psychiatrie und Psychotherapie
Cusanus Krankenhaus
Karl-Binz-Weg 12
54470 Bernkastel-Kues

Chefarzt-Sekretariat:
Tel.: 06531 / 58-13 115
Fax: 06531 / 58-13 190
e-Mail: psychiatrie@verbund-krankenhaus.de

Psychiatrische Institutsambulanz:
Tel.: 06531/58-13 116

e-Mail: psychiatrie@verbund-krankenhaus.de 

Partner

Partner im Bündnis gegen Depression des Lankreises Bernkastel-Wittlich

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