Verbesserte Versorgung chronischer Wunden

Zahlreiche Interessenten kamen zum Informationstreffen Wundnetz-Sektion Bernkastel-Wittlich

Chefarzt Dr. Stark wirbt für eine Kooperation im Wundnetz

Fallmanagerin Marion Fries erläuterte die Studie

26. November 2019   Von: sz

Vertreter stationärer und ambulanter Medizin und Pflege wollen Wundnetz-Sektion Bernkastel / Wittlich gründen. Großangelegte Studie zur Versorgung chronischer Wunden läuft in Rheinland-Pfalz.

Chronische Wunden heilen nur schlecht und langsam, was den Betroffenen wochen- bis monatelange Sorgen bereitet. Die umgangssprachlich als „offene Beine“ bezeichneten, teils tiefen Wunden an den Unterschenkeln und Füßen entstehen meist durch Störungen im venösen Kreislauf. Weitere Ursachen dieser Wunden können krankhafte Verengungen der Beinarterien oder Stoffwechselstörungen bei Diabetes mellitus sein. So erfordert die erfolgreiche Therapie dieser Wunden auch eine besondere Zusammenarbeit zwischen stationärer und ambulanter Medizin und Pflege sowie allen daran beteiligten Berufsgruppen. Seit einigen Jahren besteht der Wundnetz Rheinland-Pfalz e.V., in dem Ärzte, Pflegedienste, Podologen, Physiotherapeuten, Orthopädieschuhmacher und -techniker, Lymphtherapeuten u.a. zusammenarbeiten. Diese auf Landesebene arbeitende Gruppe wird von regionalen Sektionen unterstützt und wohnortnah soll nun auch erstmals eine Sektion Bernkastel / Wittlich gegründet werden.

Mit diesem Ziel trafen sich viele niedergelassene Hausärzte, lokale Orthopädietechniker und -schuhmachermeister, Klinikärzte sowie Vertreter aus stationären und ambulanten Pflegediensten zu einem ersten Informationstreffen im Wittlicher St. Elisabeth Krankenhaus. Sie folgten damit der gemeinsamen Einladung von Ärzten der Verbundklinik und Frau Elke Butzen-Wagners, Vorsitzende Wundnetz RLP e.V.. Neben der Arbeit des Landesnetzwerks wurde zudem das Projekt „VersorgungsManagement Wunde in RLP“ vorgestellt. In dieser Studie arbeitet auch Marion Fries mit. Sie ist Wundmanagerin im Verbundkrankenhaus und betreut zudem als sogenannte Fallmanagerin die teilnehmenden Patienten unserer Region in der großangelegten Studie. Dr. Patrick Stark, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Verbundkrankenhaus, warb in seiner Moderation für die Teilnahme an der neu zu gründenden Sektion Bernkastel / Wittlich sowie für eine Studienteilnahme. Zur Studie können sich Betroffene chronischer Wunden über ihren Hausarzt anmelden. Für Anmeldungen können sich Ärzte oder Pflegedienste Fallmanagerin Marion Fries unter der E-Mail: m.fries@verbund-krankenhaus.de melden.
Ein nächstes Treffen zur Gründung der Wundnetzsektion Bernkastel / Wittlich soll noch in diesem Herbst stattfinden.

Kontakt

Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich

St. Elisabeth Krankenhaus
Koblenzer Str. 91 • 54516 Wittlich
Telefon: 06571/ 15-0
Telefax: 06571/ 15-3 99 90
Pforte / Info besetzt: 24 h 

Geburtshilfe Kreißsaal: 06571 / 15-3 25 01
Notaufnahme: 06571 / 15-3 20 00

Cusanus Krankenhaus
Karl-Binz-Weg 12 • 54470 Bernkastel-Kues
Telefon: 06531/58-0
Telefax: 06531/ 58-1 99 90
Pforte / Info besetzt: 5.30 - 21.30 Uhr